Diese Woche findet ein Trainingslager der Europäischen Rhythmischen Gymnastik-Vereinigung im Landessportzentrum in Dornbirn statt. Junge Gymnastikerinnen aus sieben Nationen im Alter von zehn bis zwölf Jahren treffen sich und trainieren miteinander. Ziel dieses Trainingslagers ist der Austausch zwischen den Trainerinnen die aus Russland, Italien, Zypern, Schweden, Slowakei, Deutschland und Österreich kommen.
Als Referentinnen konnten zwei bekannte, ehemalige Gymnastikerinnen aus Weißrussland und Russland, Marina Lobatch und Marina Nikolaeva verpflichtet werden. Marina Lobatch begann im Alter von sieben Jahren mit der Rhythmischen Gymnastik. Neben 2 Europa,- und einem Weltmeistertitel konnte sie bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul den Mehrkampftitel in der RG erringen. Sie war mit ihren 18 Jahren die jüngste Olympiasiegerin in dieser Sportart und erreichte als erste Gymnastin an allen Geräten die höchstmögliche Punkteanzahl. Im Alter von 19 Jahren beendete sie ihre Karriere. Danach entschied sie sich für eine Laufbahn als Trainerin und Kampfrichterin. Marina Nikolaeva, ebenfalls Weltmeisterin in der Rhythmischen Gymnastik, arbeitete nach ihrer Karriere als Volontärin in Australien. Später wurde sie Trainerin in Moskau.
Bei einem kurzen Gespräch mit den beiden über die Entwicklung des Sports, erklärten sie uns die Unterschiede zwischen der Rhythmischen Gymnastik in Westeuropa und in Russland. Die Rhythmische Gymnastik in Russland hat die gleiche Bedeutung wie das Skifahren in Österreich. Teilweise fangen die Kinder in Russland ab dem Alter von drei Jahren mit der Sportart an und haben jede Woche mehrere anstrengende Trainingseinheiten. Manche Eltern nehmen sich sogar nur für den Fahrweg zwei Stunden Zeit. Es war ein interessantes und nettes Gespräch mit den beiden Gymnastikerinnen und wir freuten uns sehr über ihren Besuch.