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Interview mit Paul Reitmayr: Rio de Janeiro 2016

Veröffentlicht am 19.07.2011 von Sonja Zimmermann
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„Rio de Janeiro 2016 ist mein Ziel!“

Triathlet Paul Reitmayr hat am Wochenende im Europacup den 18. Platz erreicht. Für die Olympischen Spiele in London 2012 wird es sich nicht mehr ausgehen, aber die Spiele 2016 sind ein Ziel. Davor will der Dornbirner aber in den Weltcup aufsteigen.

 

Wie sind Sie zum Triathlon gekommen?

Mein Vater war vier Mal beim IRONMAN in Hawai, früher habe ich mich aber mehr für Schwimmen und Kunstturnen interessiert. Irgendwann habe ich bei einem Aquathlon mitgemacht, das hat mir dann getaugt. 

Ist es ein Vorteil, wenn man als Jugendlicher schon ein guter Schwimmer war?

Auf der Langdistanz ist es nicht so wichtig. Bei der olympischen Distanz ist das Schwimmen sehr entscheidend, weil sich dort schon die Gruppen bilden, die dann auf dem Fahrrad zusammen fahren. Windschattenfahren ist dort ja erlaubt.

Wie viel Trainingsaufwand ist notwendig, um im Triathlon bestehen zu können?

Je nach Zeitpunkt in der Saison sind es 25 bis 35 Stunden pro Woche.

Welche Disziplin erfordert das meiste Training?

Die beiden letzten Jahre habe ich den Schwerpunkt auf das Schwimmen gelegt, um international mithalten zu können. Heuer haben die Schwimmleistungen gepasst, jetzt werde ich den Schwerpunkt auf das Laufen verlegen und gleichzeitig dazu schauen, dass die Schwimmleistung erhalten bleibt.

Wo sind Sie mit ihrer Leistungsstärke dabei?

Im Europacup bin ich im Schwimmen ziemlich vorne dabei, auch beim Radfahren kann ich mithalten. Aktuell verliere ich beim Laufen noch zu viel, die besten laufen die 10 km in 29 Minuten, da verliere ich rund drei Minuten.

Ist der Weltcup ein Ziel?

Ich hoffe, dass ich im August beim Weltcup in Ungarn an den Start gehen kann.

Was fehlt aktuell zur Startberechtigung?

Der Salzburger Franz Höfer ist in Österreich als Nummer zwei gesetzt, die unbestrittene Nummer eins ist Andreas Giglmayr. Der österreichische Verband setzt ausschließlich auf Höfer, deshalb darf er überall starten. Bislang konnte ich international noch nicht zeigen, dass ich zumindest gleich gut sein kann. Thomas Bader (Sportkoordinator des Vorarlberger Triathlonverbandes) setzt sich immer wieder für mich ein, allerdings vergeblich.

In einem Jahr stehen die olympischen Spiele in London auf dem Programm, gibt es eine Chance dort zu starten?

Aus den vorher angeführten Gründen sind die Chancen schon sehr klein. Die Qualifikation läuft schon seit einem Jahr, ich werde mich nicht ausschließlich auf London konzentrieren, sondern versuchen, meine Leistung durch gezieltes Training zu steigern. Um dann die Spiele 2016 in Rio de Janeiro ins Visier zu nehmen.

Apropos Training, in wie weit arbeiten Sie mit dem Sportservice zusammen?

Die sportmedizinische Betreuung, die Tests werden alle im Sportservice durchgeführt. Die Ergebnisse, die dort erreicht werden, bestimmen den Trainingsplan. Mein Trainer in Innsbruck, Peter Kriegelsteiner, bekommt von die mit Antje Peukert und Mike Arnold erstellte Leistungsdiagnostik. Dann stimmen wir den Trainingsplan miteinander ab. Zudem werde ich zum Beispiel für Trainingslager und für die Möglichkeit, mit Kriegelsteiner zu trainieren, finanziell unterstützt. Christian Uhl und auch andere unterstützen mich in ihren Teilbereichen. Das Gesamtpaket im Sportservice Vorarlberg ist absolut stimmig.

Welche Sport würden Sie ausüben, wenn Sie nicht Triathlet wären?

Ich kann mir derzeit keine andere Sportart vorstellen.

 

Steckbrief Paul Reitmayr: 

Geb. am: 18. 12. 1984

Wohnort: Dornbirn und Innsbruck

Beruf: Student – Sport und Geographie (Lehramt)

Freundin: Kathi

Triathlet seit: 1997

Lieblingsessen: Kässpätzle

Lieblingfilm: Pulp Fiction

Hobbys: Uni, Zeit mit der Freundin verbringen

Wag ich mag: Ehrlichkeit, gutes Essen, gute Wettkämpfe, Sommer

Was ich nicht mag: Kälte, Training um 6 Uhr früh bei Dunkelheit

Lebensmotto: Pokal oder Spital

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