Schwerpunkt der Organisation ist die Sicherheit
Thomas Kofler und Martin Böckle vom Radteam Vorarlberg sind wenige Tage vor der ersten Etappe der Österreich-Rundfahrt voll mit den Vorbereitungsarbeiten eingedeckt. Thomas Kofler spricht im Interview über die wichtigsten Arbeiten vor dem Start in Dornbirn am 3. Juli 2011, Ziel der Etappe ist in Götzis.
Wieweit sind die Vorbereitungen für die erste Etappe der Österreich-Rundfahrt gediehen?
Wir sind im Finale der Vorbereitungszeit, es sind noch Feinabstimmungen zu tätigen.
Was sind die Schwerpunkte der Vorbereitungsarbeit?
In erster Linie müssen wir (Thomas Kofler und Martin Böckle) ein Budget von rund 70.000 Euro aufstellen, dann galt es die Austragungsorte (Start, Ziel, Bergwertungen) zu finden. Dann mussten wir Unterkünfte für den Tour-Tross besorgen, es kommen immerhin 600 Personen mit den Rennfahrern nach Vorarlberg. Die Strecke musste mit den Behörden in punkto Sicherheit abgestimmt werden. Zudem wollten wir unbedingt eine publikumswirksame Strecke anbieten.
Wer sind die größten Sponsoren?
Allen voran das Land Vorarlberg, die Stadt Dornbirn, Marktgemeinde Götzis, Gemeinde Alberschwende, Firmengruppe Prisma Am Garnmarkt, Silvretta Montafon und St. Anton a. Arlberg natürlich viele kleine Sponsoren, die uns helfend unter die Arme greifen.
Nach welchen Kriterien werden Start- und Zielorte ausgesucht?
Der Rathausplatz in Dornbirn hat sich bekanntlich schon mehrfach bewährt, das ist ein großer Startplatz. Der wird benötigt, um den ganzen Tourtross aufzustellen. Vor allem bei der ersten Etappe sind alle hektisch und nervös, da muss alles perfekt passen. Das gleiche gilt auch für den Zielort, in Götzis bei der Kirche (Sparkasse) haben wir einen interessanten Zieleinlauf mit einer leichten Steigung auf dem letzten Kilometer leicht an, bei einem Sprint spüren das die Fahrer ganz extrem. Es wird zwei Mal um den Kummenberg gefahren, das bedeutet, dass die Fahrer drei Mal durch das Ziel fahren, ehe die Etappe dann tatsächlich zu Ende ist.
Wo bringen Sie 600 Personen unter?
In Dornbirn, Götzis, Brandnertal und in St. Anton am Arlberg werden die 600 Leute vom Tour-Tross untergebracht.
Das Thema Sicherheit wird groß geschrieben, wie läuft so eine Etappe aus diesem Gesichtspunkt ab?
Vorab wird alles mit den Sicherheitsbehörden abgesprochen. Streckenbesichtigungen ergeben dann die Maßnahmen, die zu setzen sind. Zusammen mit dem Landesradsportverband werden von den einzelnen Vereinen Leute um Mithilfe. Das sind dann unsere Streckenposten – 220 sind vorgesehen – die allesamt eingewiesen werden müssen. Dazu kommt ein Großaufgebot an Polizisten, die zum einen den fahrenden Tross begleiten, zum anderen aber auf der Strecke für die Sicherheit zuständig sind. Nur wenn diese Aufgaben allesamt perfekt erfüllt werden, ist überhaupt eine Etappe durchführbar.
Wie viele Personen arbeiten an dieser Etappe insgesamt mit?
Rund 350 Personen werden dafür Sorge tragen, dass die Etappe in Vorarlberg auch tatsächlich gut funktioniert. Alle sind in Gruppen auf- und untergeteilt, in einer Art Schneeballsystem wird die Information an die einzelnen Helfer hinaus getragen.
Was bringt so eine Etappe der Region?
Wir wollen damit der Bevölkerung den Radsport näher bringen. Es sind absolute Topstars zu bewundern, das ist die einzige Chance, dass sie in Vorarlberg zu sehen sind. Die beiden letzten Jahre haben ja schon gezeigt, dass der Radsport für eine große Breite interessant ist. Der Zugang ist kostenlos, man ist hautnah an den Stars dran. Außerdem ist der Radsport gewaltfrei im Gegensatz zu anderen Sportarten.
Nach der Etappe werden Sie sich Urlaub gönnen?
Nein! Wir werden die Etappe nachbearbeiten, zudem fahren wir noch bei der Rundfahrt mit. Außerdem stehen mit den ASVÖ-Radsport- und Ausdauerwoche Mitte August an. Eine Urlaubsezit habe ich bislang noch nicht definiert.