In den Fußstapfen von Roland Pfeifer
Der Riefensberger Pepi Hirschbühl hat Roland Pfeifers Aufgabe als Landestrainer des Vorarlberger Skiverbandes übernommen. Die Entscheidung über den Berufswechsel war nicht leicht,
für Hirschbühl ist die neue Aufgabe aber eine große und tolle Herausforderung.
Pepi Hirschbühl, seit 1. September sind Sie neuer verantwortlicher Trainer und sportlicher Leiter im Vorarlberger Skiverband, wie ist der Umstieg vom vorherigen Beruf als
Außendienstmitarbeiter zum jetzigen verlaufen?
Der Entscheidung, nach 16 Jahren seine Firma zu verlassen, und in ein neues Metier einzusteigen, war ein zwei Monate andauernder Prozess. Letztlich war es eine Bauchentscheidung.
Diese Chance bekommt man nur einmal im Leben. Da ich zuvor schon viele Jahre als Alpinverantwortlicher im Verband tätig war, fiel die Entscheidung dann doch ein wenig
leichter.
Was hat den Ausschlag gegeben?
Das Entwicklungspotential, das junge Sportler haben, hat mich gereizt. Die Zusammenarbeit im Team, mit dem Ziel diese Sportler nach vorne zu bringen, ist ebenso reizvoll.
Was sind die ersten Erfahrungen?
Ich habe mit den zuständigen Trainern gute Gespräche führen können. Ich war auch bei Trainingskursen dabei. Ich sehe ein hochmotiviertes Team, mit dem der Erfolg mit Sicherheit
eintreten wird.
Man kann ja nicht sagen, dass Roland Pfeifer nicht erfolgreich war?
Ich hatte mit Roland Pfeifer ein ausgesprochen gutes Verhältnis. Er hat die Leistung sehr in den Vordergrund gestellt. Ich bin auch überzeugt, dass die Sportler, die im ÖSV sind,
ihren Weg machen werden. Der Kontakt zu diesen Athleten wird intensiver, wir werden sie voll unterstützen. Wir hoffen, ihnen Impulse geben zu können, um sie auf die Erfolgsschiene
zu bringen.
Im Landeskader beginnt die Arbeit ohnehin jedes Jahr fast wieder von vorne. Die ältesten Athleten steigen entweder in den ÖSV-Kader auf, oder sie scheiden aus. Wir betreuen im
Jugendkader die Sportler maximal drei Jahre, dann steht die Entscheidung, ob Karriere oder Beruf an.
Was sind Ihre Hauptaufgaben in der Doppelfunktion?
Die wichtigste Aufgaben sind die Abdeckung des Alpinbereiches (Schüler, Jugend), dann die organisatorisch Aufgabe im Verband, die Referate (Alpin, Nordisch, Snowboard) näher
zusammen zu führen, um durchaus vorhandene Synergien zu nutzen. Auch das Verbandsbüro wird mehr in die aktuelle Arbeit eingebunden werden. Ich bin zumeist in der
Landessportschule, ich werde aber auch im Büro in Bregenz die eine oder andere Aufgabe übernehmen. Wobei die sportlichen Agenden vor den organisatorischen anzusiedeln sind.
Besteht nicht die Gefahr, dass Sie an Roland Pfeifers sportlichen Erfolgen gemessen werden?
Roland hat zweifelsfrei in den letzten sechs Jahren perfekt gearbeitet, zumeist zwei bis drei Athleten in den ÖSV-Kader gebracht, bei dem zumeist nur vier österreichweit
aufgenommen werden. In den nächsten zwei Jahren haben wir das Potential, diese „Serie“ fort zu setzen. Was sich dann aus dem Schülerbereich heraus entwickelt, kann man nicht so
genau einschätzen. Wir müssen mit Sicherheit damit rechnen, dass diese hohe Quote nicht immer zu halten sein wird. Aber: Unsere Sportler haben hohe Qualität, mit guter Arbeit ist
viel möglich.
Haben Sie Neuerungen eingeführt?
Kurse, Trainingsstätten usw. sind perfekt genutzt. Organisatorisch haben wir versucht, einiges transparenter zu machen. Vor allem die Kommunikation der verschiedenen Stellen
untereinander soll ausgebaut und verbessert werden.
Die Erfolge beim Nachwuchs lassen sich nicht immer nur an Ergebnissen festmachen, was sind für Sie die Kriterien, mit denen Sie ihre eigene Arbeit
beurteilen?
Man wird natürlich an Ergebnissen und Leistungen gemessen. Wenn ich in ein oder zwei Jahren sagen kann, dass sich die Sportler weiter entwickelt haben, ihr Potential ausgeschöpft
haben, dann habe ich meine persönlichen Ziele erreicht. Konsequente Arbeit hat immer Erfolg haben, das muss nicht immer nur kurzfristig sein.