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Interview mit Andreas Kopf - AKA-Leiter Fußballverband

Veröffentlicht am 09.06.2011 von Sonja Zimmermann
Andreas_Kopf

"Die Tabellen stehen nicht im Vordergrund"

Am Ende der Saison zieht AKA-Leiter Andreas Kopf Bilanz über die abgelaufene Saison, nimmt zum Thema Nationalspieler aus Vorarlberg Stellung und erklärt, wann ein Spieler fähig ist, in den Profifußball umzusteigen. 

Die Saison der Akademie-Ligen ist am Sonntag zu Ende gegangen, wie schaut Ihre persönliche Bilanz nach den 22 Runden aus?

Mit der Umstellung von zwei Altersstufen hatten wir einige Probleme zu lösen. In den Mannschaften U15 und U16 hatten wir zu wenig altersgemäße Spieler. In der U18 hatten wir viele Abgänge, die sich natürlich auf die Mannschaft ausgewirkt haben. Wir haben diese Saison gebraucht, um diese Altersumstellung auch in der Spielerstruktur umzusetzen.

Wie wichtig sind für Sie Tabellen in den Jugendligen?

Zweitrangig! Man spielt gerne guten Fußball, hat auch gerne Erfolg, aber das ist nicht vordergründig. In dieser Saison ist der Blick auf die Tabelle zwar etwas getrübt, viel wichtiger ist, dass ausbildungsorientiert gearbeitet wird. Aber die Umstellung des Alters hat uns sicher im Erfolg gehemmt.

Dem kann man entgegen halten, dass auch die anderen Akademien umgestellt haben?

Wir sind ein kleines Bundesland, haben nicht die Breite, um das problemlos bewerkstelligen zu können. Die anderen sind vor allem in der Breite besser aufgestellt.

Wie wollen Sie diesen Nachteil in nächster ausgleichen?

Wir haben in den früheren Jahren wenig Spieler aufgenommen, wir hatten in den U15- und U16-Teams keine kompletten Jahrgänge zur Verfügung. Wir mussten umdenken, ab der nächsten Saison werden wir doch komplettere Jahrgänge zur Verfügung haben. 

Vorarlberg hatte schon lange keinen Teamspieler mehr, was muss passieren, dass die Ländle-Kicker auch für den Teamchef wieder interessant sein werden?

In erster Linie muss Vorarlberg wieder einen Bundesligaverein haben, damit die Vorarlberger Spieler wieder in den Blickpunkt des Teamchefs rücken. Oder aber Spieler bei den Bundesligavereinen angersiedelt haben. Ich denke ein Georg Margreitter wird auf Dauer sicher nicht zu verhindern sein. 

Was muss im Nachwuchs passieren, damit die Grundlage zu Teamspielern gelegt werden kann?

Die Ausbildung in der Akademie Vorarlberg ist mit Sicherheit so ausgerichtet, dass unsere Spieler zu Teamspielern reifen können. Wichtig ist, dass die Spieler zum richtigen Zeitpunkt zu den Profivereinen gehen und dort den in der Akademie begonnen Weg fortsetzen und auch vollenden. 

Ab wann soll ein Spieler aus der Akademie in den Profifußball wechseln? Welche Voraussetzungen braucht ein Spieler dann?

Ein Spieler, der in den Profifußball gehen will, muss neben den fußballerischen Qualitäten das körperliche und mentale Rüstzeug mitbringen. Vor allem muss aber die Bereitschaft, sich mit harter Arbeit weiter zu entwickeln, vorhanden sein. Er muss bereit sein, den Fußball zu leben. 

In der Trainingsarbeit kooperiert der VFV mit dem Sportservice Vorarlberg, in welchen Bereichen?

Im Bereich der konditionellen Ausbildung, wir nutzen auch die Angebote im Bereich der Leistungsdiagnostik und der Sportmedizin. Unsere Trainer nutzen regelmäßig das Fortbildungsangebot. In Summe nutzen wir das vielfältige Angebot des Sportservice, wir halten regelmäßig Gedankenaustausch mit Martin Kessler und auch anderen Mitarbeitern des Sportservice. 

Was passiert im Sommer?

Die Ausbildungsarbeit der neuen Trainerteams mit den neuen Kadern beginnt am schon am Dienstag (7. Juni), die Pause machen wir dann in den ersten drei Schulferienwochen. Ende August die Meisterschaft, dazwischen werden wir ein paar internationale Turnier – wie die U16 in Ruggel (Swiss-Cup) und die U18 in Luzern. 

Wohin gehen Sie im Urlaub?

Das werde ich kurzfristig entscheiden. Eine Woche werde ich mit meiner Frau irgendwo hin gehen, wo es keinen Fußball gibt. Portugal steht da hoch im Kurs. 

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