Michael Greiter

Veröffentlicht am 10.08.2010 von Sportservice Vorarlberg
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Olympische Ringe als innerer Antrieb - Michael Greiter will in Singapur mit Topplatzierung den nächsten Meilenstein setzen.

Insgesamt 16 heimische Nachwuchssportler zwischen 14 und 18 Jahren werden ab 14. August bei den ersten Olympischen Welt-Jugendspielen (YOG 2010) in Singapur um Medaillen und Platzierungen kämpfen. Ein Aktiver, der mit hohen Erwartungen nach Asien reist ist Judoka Michael Greiter. Dass der 17-jährige Dornbirner zu großen Leistungen fähig ist, stellte er im Vorjahr bei den U-17-Weltmeisterschaften in Budapest eindrucksvoll unter Beweis. Der Gewinn der Bronzemedaille in der 73-kg-Klasse war zugleich die erste Medaille Vorarlbergs bei Welttitelkämpfen. Kein Mannschaftssportler

Zum Judosport ist Greiter bereits früh gekommen. In der Volksschule wurden Flyer des JC Dornbirn verteilt und obwohl der Vater als Eishockeyspieler und Fußballer aktiv war, entschied sich der Sohn für eine Einzelsportart. „Ich habe mich in Mannschaftssportarten nie wohl gefühlt und wollte die Entscheidung über Sieg oder Niederlage einfach selbst in der Hand haben“, betont der 17-Jährige selbstbewusst. Die Zielstrebigkeit und der große Eifer am Judosport sorgten vor fünf Jahren auch dafür, dass der Dornbirner ins Vorarlberger Leistungszentrum nach Hohenems wechselte. „Um die nächsten Fortschritte zu erzielen, das Training und deren Begleitumstände besser steuern zu können, war dieser Schritt notwendig,“ erklärt Patrick Rusch. Der heutige Landesverbandstrainer, der Greiter zur Jugend-Olympiade begleiten wird, war es auch, der die Karriere des Dornbirners vorantrieb. Der Bronzemedaillengewinner der U-20-EM 1999 reiste auf Trainingslehrgänge mit, begleitete ihn zu Turnieren und stand immer als Trainingspartner und Mentor zur Seite. „Patrick ist so etwas wie ein großer Bruder für mich – er ist der Einzige, der mir die notwendige Härte für den Weg an die Spitze auch vermitteln kann“, so Greiter.

Paischer das große Vorbild

An hochgesteckten Zielen fehlt es dem Schüler des Sportgymnasiums Dornbirn nicht. Österreichs Parade-Judoka Ludwig Paischer dient dabei als großes Vorbild und so wie der Olympia-Silbermedaillengewinner von Peking 2008 will Greiter für Österreich in den nächsten Jahren auf höchster Ebene bei Welt- und Europameisterschaften Edelmetall erkämpfen. Auf nationaler Ebene ist er seit vier Jahren in seiner Alters- und Gewichtsklasse ohne Niederlage und holte stets den Meistertitel. Anfang Mai benötigte Greiter bei den U-20-Titelkämpfen in Zeltweg in fünf Kämpfen gerade einmal vier Minuten, um in der 73-kg-Klasse zu triumphieren. Apropos 73-kg-Klasse: In Singapur muss der Dornbirner eine Klasse höher starten, da die Burschen bei der Jugend-Olympiade nur in vier und nicht wie sonst bei Großevents in acht Gewichtsklassen ausgeteilt werden. „So habe ich wenigstens den Vorteil, dass ich nicht auf mein Gewicht achten muss. Allerdings wird die Ausgangslage schwieriger, weil pro Nation in allen Klassen nur ein Kämpfer startberechtigt ist. Da kommt es darauf an, wie die Topnationen Japan oder Russland ihren Startplatz vergeben.“ Nach seinem Einsatz in Singapur will sich Greiter ein paar Tage Pause gönnen, ehe es mit der Vorbereitung auf die kommende Saison weitergeht. „Wenn ich zehn Tage keine Judomatte betrete, meldet sich das schlechte Gewissen. Ein Tag ohne Training ist ein verlorener, wenn man sich große Ziele gesetzt hat“, betont der Dornbirner.

Michael Greiter  Geboren: 12. Jänner 1993 Wohnort: Dornbirn Ausbildung: Schüler SG Dornbirn Verein: ULZ Tectum Hohenems Trainer: Patrick Rusch Größte Erfolge: U-17-WM 2009: Bronze (bis 73 kg); 5. Rang bei den EYOF-Jugendspielen 2009 in Tampere; Österreichischer Meister U20 (2010), U 17 (2009 und 2008) bzw. U 15 (2007); mehrere Top-10-Plätze bei Weltcupturnieren

Steckbrief

Name Michael Greiter
Sportart Judo
Geburtsdatum 12. Jänner 1993
Wohnort Dornbirn
Verein ULZ TECTUM Hohenems
Trainer Partick Rusch
  
Schulausbildung  Sportgymnasium Dornbirn

Sportliche Erfolge

Mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Vorjahr bei den U-17-Weltmeisterschaften sorgte der 17-Jährige für den größten internationalen Erfolg des Vorarlberger Judoverbands.

  • 2002: 12 erste Plätze
  • 2003: 13 erste Plätze
  • 2004: 9 erste Plätze
  • 2005: 14 erste Plätze

2006

  • 5 erste Plätze (verletzungsbedingt ein halbes Jahr Pause)
  • Mai 2006 Staatsmeisterschaft U15, 3. Platz

2007

  • 1. Platz Sichtungsturnier Laakirchen
  • Wechsel zum LZ Hohenems, alle Turniere in Vorarlberg gewonnen
  • Ehrung zum Nachwuchssportler des Österr. Judoverbandes

2008 / 2009

  • Seit 3 Jahren ungeschlagen in seiner Gewichtsklasse und Altersklasse (Vorarlberg)
  • Österreichischer Meister 2008 U17
  • Österreichischer Meister 2009 U17

Sportliche Ziele

  • Olympiasieger
  • Weltmeister
  • Europameister

Trainingsumfang

  • Wettkampfvorbereitung: 20 h pro Woche
  • Normale Trainingsphase: 14 h pro Woche

Bildergalerie

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