Hörmann: "In 5 Jahren international spielen"

Veröffentlicht am 27.05.2009 von Sportservice Vorarlberg
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DerSCR Altach ist abgestiegen, Sportdirektor Walter Hörmann ist dennoch guter Dinge, dass sich der Klub in den nächsten Jahren nach vorne entwickeln wird. Der gebürtige Steirer traut dem SCR sogar den Sprung ins internationale Geschehen zu!

Der SCR Altach ist praktisch abgestiegen, der Klub hat trotzdem mit dir als Sportdirektor verlängert. Warum?

Hörmann: Offensichtlich war der Klub mit meiner Arbeit zufrieden. Der neue Präsident Karlheinz Kopf, Geschäftsführer Christoph Längle und der scheidende Präsident Werner Gunz haben mich gebeten, ein weiteres Jahr zu bleiben.

Warum ist der Klub in der Bundesliga gescheitert?

Hörmann: Wer Zehnter ist, muss absteigen, das ist die bittere Wahrheit, die gezeigten Leistungen und die geholten Punkte haben sich nicht die Waage gehalten. Wir brauchen uns aber nichts vorwerfen, die Anstrengungen, den Klassenerhalt zu schaffen, waren so groß wie nur möglich. Der Knackpunkt war die Niederlage in Mattersburg.

Für Altach beginnt eine neue Ära, trotz des sportlichen Abstiegs, was wird sich ändern?

Hörmann: Sportlich wird sich der Kader verändern müssen wegen der Ausländer- und Nachwuchsregelungen in der Ersten Liga. Da kommt Schwerarbeit auf uns zu. Ich habe die Spieler aufgefordert, bis Ende dieser Woche Überlegungen anstellen, ob sie bleiben oder gehen wollen. 21 Verträge – alle bis auf Koch laufen aus. Mit Trainer Georg Zellhofer gibt es ein Gespräch, er ist in der Trainerfrage der erste Ansprechpartner. Organisatorisch bekommt der Klub einen neuen Vorstand in Form eines Aufsichtsrates, ich habe das Gefühl, dass in Altach etwas heranwachsen kann, trotz des jetzigen Abstiegs.

Wie könnte der Kader für die Erste Liga ausschauen?

Hörmann: Stark Vorarlbergbezogen. Aber natürlich müssen wir versuchen, einige Leistungsträger zu halten. Es haben ja schon Spieler wie Vorisek, Jun oder Guem und Schoppitsch signalisiert, bleiben zu wollen. Wenn das Gerippe steht, werden wir uns umschauen, wo wir Spieler herbekommen, ich in Vorarlberg, bei der AKA, in der Regionalliga.

Wo steht der SCR Altach in fünf Jahren?

Hörmann: In Österreich wollen wir so weit kommen, dass wir UEFA-Cup-tauglich werden, also auch einmal international spielen können. Die Finanzierung sollte mit guten und potenten Sponsoren möglich sein. Aber das ist Zukunftsmusik, jetzt gilt es die Hausaufgaben für die zweithöchste Liga zu machen.

Der SCR Altach arbeitet seit einem halben Jahr mit dem Sportservice Vorarlberg zusammen, wie hat sich diese Kooperation entwickelt?

Hörmann: Das Sportservice Vorarlberg hat eine Kompetenz, die man sonst in ganz Österreich nicht findet. Unter der Leitung von Martin Kessler ist eine dynamische, analytisch starke und vor allem handelnde Institution entstanden. Für mich als Sportdirektor in Altach ist diese Zusammenarbeit eine unverzichtbare. Jeder Sportler, jeder Sportverein kann und sollte die Möglichkeiten nutzen, um sich selbst weiter entwickeln zu können.

Welchen Sport hättest du betrieben, wenn es nicht Fußball gewesen wäre?

Hörmann: Skifahren, Tennis und Laufen hätte mir getaugt, aber zu einer Profikarriere war ich nur im Fußball befähigt, die anderen Sportarten wären für mich nur als Hobbysportler zugänglich gewesen.

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